Ritualtanz

Der Göttinnentanz findet jeden 2. Samstag im Monat von 18.30 bis 21.30 Uhr statt. (einzeln belegbar)

Termine für 2018: 12.05. // 14.07. // 15.09. // 13.10. // 17.11. // 15.12.
Ort: Seminarhaus Dortmund, Parkstr.10, Dortmund-Bodelschwingh
Anmeldung per E-Mail oder telefonisch
Beitrag: 30 € (25 € erm.)

DIE TANZENDE GÖTTIN

Mythen und Tänze afrobrasilianischer Göttinnen sind Ausdruck eines Gefühls für den Körper, seiner Leidenschaften und seiner Verbundenheit mit der Natur.

An diesem Abend erleben wir die energetische  Wirkung afro-brasilianischer Tänze, Lieder und Rhythmen. Sie stellen Kraftquellen dar, die uns Lebenslust, Sinnlichkeit, Verbundenheit und tiefe Freude vermitteln. Mit der Lust am Spiel der Verwandlung durch Tanzimprovisation und Imagination, mit der Freude an rhythmischer und ursprünglicher Bewegung, mit Musik, Atem, Stimme und Gesang werden weibliche Ausdruckskräfte wiederentdeckt und zu rituellen Tänzen gestaltet. Wir tauchen ein in die Welt afro-brasilianischer Mythologie. Lass Dich von der Vielfalt afro-brasilianischer Götter und Göttinnen mit ihren Geschichten und ihrer Naturverbundenheit inspirieren zu Deinem eigenem einzigartigem Tanz.

Leitung: Barbara Sering

Termine:  jeden 2. Samstag im Monat (einzeln belegbar) von 18.30 bis 21.00 Uhr (10.02./ 10.03./ 14.04./ 12.05./ 09.06./ 14.07.2018)
Beitrag: pro Abend 25 € (20 €)
Kursort: Seminarhaus Dortmund, Dortmund- Bodelschwingh, Parkstr. 10

Die Göttinnen

Exu, der/die GötterbotIn, ist die Trickserfigur, die den Schlüssel zur Tür des Götterhimmels besitzt. Der Schlüssel ist das Spiel. Ihr Spieltrieb und ihre Lebenslust öffnen die Tür…

Oxum, die Göttin der Flüsse und Seen, symbolisiert Weiblichkeit, sinnliche Liebe und Schönheit. Sie liebt sich so, wie sie ist. Ihre Bewegungen sind weich und rund. Ihr Tanz löst Verspannungen und stärkt die Selbstliebe.

Yemanja, die Göttin des Meeres, ist die Mutter der Götter. Ihre Bewegungen sind groß und weit, fließende Übergänge, von Sehnsucht getragen. Ihr Tanz öffnet den Innenraum und erweitert die Körper-grenzen.

Yansa, die Göttin des Windes, des Regens und des Frühlings, trägt den Wind in ihren Röcken, ist zarte Brise oder Wirbelsturm. Ihr Tanz gibt neuen Auftrieb, Mut zur Veränderung. Sie verscheucht die Schwere und hinterläßt Spuren der Freude und Leichtigkeit.

Oxumaré, die göttliche Schlange, häutet sich, wenn die Zeit dafür gekommen ist, gehorcht eigenen Gesetzmäßigkeiten. Ihre Bewegungen sind ein Dahingleiten, ein Schlängeln, die den Kontakt innerhalb einzelner Körperbereiche herstellt und Flexibilität geben.

Nana, die Großmutter der Zeit, ist eine sehr alte Hausfrau. Lächelnd schlurft sie daher, knetet den Teig und rührt den Brei. Ihre Bewegungen sind sehr langsam. Durch ihren Tanz entsteht Gelassenheit und die Erfahrung, daß Zeit nicht etwas was ausläuft, sondern trägt.

Gekürzte Texte aus „Von Göttern besessen“ von Kaye Hoffmann

Die Götter

Ogun, der göttliche Krieger, kämpt aufrecht, wachsam und voller Schwung gegen Ungerechtigkeiten. Unbeirrbar geht er seinen Weg, schlägt zu, durchtrennt alles, was sich ihm entgegenstellt. Sein Tanz schafft Klarheit, Konzentration und lehrt Abgrenzung.

Oxossi, der Gott der Wälder, der wilden Tiere und der Jagd, ist besessen von der Jagd nach Leben. Sein Pfeil trifft immer ins Schwarze. Mit seinem wilden, ungezähmten Tanz weckt er die animalische und instinktive Kräfte.

Ossain, der leichtfüßige Zauberer im Wald, bereitet sich mit federndem Gang, schüttelnd, rasselnd seinen Zaubertrank zu und nährt sich von der Erde. Sein Tanz macht leicht und bindet an die nährende Kraft der Erde an.

Omulú, der Gott der Krankheit, ist ein häßlicher Krüppel, der sich unter einer Kutte aus Stroh verbirgt. Jammernd, klagend, auf seine Wunden zeigend, schleppt er sich dahin. Sein Tanz belebt verdrängte Gefühle des Schmerzes und heilt alte Wunden.

Xango, der Herr des Feuers und des Blitzes, symbolisiert Männlichkeit und körperlichen Kraft. Er besetzt und regiert den Raum, entzündet sich am Widerstand. Sein blitzschneller, spannungsgeladener Tanz weckt die eigenen Ansprüche und die Lust am kompromißlosen Einsatz.

Oxalà, der göttliche Vater, ist der alte König der Götter. Er repräsentiert Frieden, Weisheit und Gerechtigkeit. Mit schlackerndem, gebeugtem Gang zieht er sich aus dem alltäglichem Leben zurück, den Eindruck großer Würde vermittelnd. Sein Tanz fördert die Demut und die Annahme des eigenen Schicksals.

Gekürzte Texte aus „Von Göttern besessen“ von Kaye Hoffmann

Tanzen im Rhythmus der Jahreszeiten

Tanzen im Rhythmus der Jahreszeiten

Auf- und Abstieg, Annehmen und Hergeben, Gewinnen und Verlieren, Leben und Sterben- zwischen diesen Polen vollzieht sich unser Leben und das Leben auf der Erde in immer wiederkehrenden Kreisläufen.
Über unseren Körper sind wir direkt verbunden mit diesen inneren und äußeren Vorgänge in der Natur, die wir auf unser Leben übertragen können, umso in Einklang mit uns und der Welt zu kommen.

Das gemeinsame und freie Tanzen bietet die Möglichkeit aktiv im Jahreskreislauf mitzuschwingen – mal leicht und verspielt, mal dynamisch und kraftvoll, mal ruhig und besinnlich.
Sich im Rhythmus der Jahreszeiten zu bewegen, sie mit allen Sinnen zu erleben, schafft so ein Verständnis auch für die Rhythmen des eigenen Lebens. Wir finden Kraft, Gelassenheit und Ausdruck im Eingebunden-Sein in die Zyklen der Natur.

Keine Vorkenntnisse erforderlich. Bitte bequeme Kleidung tragen!

Leitung: Barbara Sering

Termine: jeden 1. und 3. Dienstag im Monat ab Februar 2018 von 17.30 bis 19.00 Uhr
(6. u. 20.02./ 6. u. 20.03./ 17.04. / 15.05. / 05. u.19.06. /03.07.)
Ort: Gymnastikhalle Deininghausen
Dresdenerstr. 24, Castrop-Rauxel-Deininghausen
Beitrag: 108 € (erm. 90 €) für alle 9 Termine